Archäologische Funde auf TAYLOR

13
April
2018

Archäologische Funde auf TAYLOR

Im Rahmen der Arbeiten für den Taylor Park wurden auf dem Taylor Areal ca. 130 Strukturen (Siedlungsgruben, Pfostengruben von Gebäuden und Planierschichten) aus der späten Bronzezeit, Eisenzeit und römischen Kaiserzeit (2./3. Jh.) entdeckt.

Aktuell ist das Team der archäologischen Denkmalpflege der Reiß-Engelhorn-Museen (rem) noch vor Ort, um die Fundstücke in aufwändiger Kleinstarbeit zu bergen. Schicht für Schicht werden die Erdmassen abgetragen und die Fragmente aus der langen Geschichte Taylors freigelegt.

Große Fundmengen stammen aus der späten Bronzezeit (ca. 1200 v. Chr). Gefunden werden vor allem Tonscherben von Großgefäßen zur Vorratshaltung und von sehr fein gearbeiteten Gefäßen, z.B. Tassen mit einem kleinen Henkel. Obwohl die bis zu 3.000 Jahre alten Funde schlecht erhalten sind, da sie bei niedriger Temperatur gebrannt wurden und sich im feuchten Auelehm langsam auflösen, konnten einige aussagekräftige Fragmente geborgen werden. So geben beispielsweise die zahlreich gefundenen Tierknochen Aufschluss darüber, welche Tiere in der Historie auf Taylor gehalten und verzehrt wurden.

Bereits im Frühjahr 2017 waren die Archäologen der rem auf Taylor aktiv und haben in der Nähe des jetzigen Fundorts eine spektakuläre Entdeckung gemacht: eine Grabstätte aus dem 5. Jhdt., in der sich ein männliches Skelett befand.