Mannheimer Weißbuchprozess

Die Auflösung der US-Militärflächen führt seit 2011 zu intensiver Bürgerbeteiligung. Auf zahlreichen Veranstaltungen, im Internet sowie per Post konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Vorschläge für die Konversion einbringen. In einem Arbeitsbuch mit dem Titel „1000 Ideen für eine Stadt, die sich neu baut“ wurden diese zusammengefasst und dokumentiert.

Aus diesen Ideen wurden fünf Marken gebildet mit den Titeln Grün, Ingenieursmeile, Kultur, Wohnen und Energie. Sie bilden damit den Rahmen für die weitere Flächenentwicklung.

Weiterhin konnten aus den Bürgerideen zahlreiche Projekte aufgegriffen, wie die Bundesgartenschau, eine internationale Schule oder alternative Wohnformen, die umgesetzt werden.

Die Verwaltung legt dem Gemeinderat jährlich ein Weißbuch vor, indem der Beteiligungsprozess dokumentiert wird und dessen Ergebnisse in ein Eckpunktepapier zusammengefasst werden. Der Gemeinderat beschließt diese Eckpunkte und gewährleistet damit die Weiterverfolgung der Ergebnisse aus dem Bürgerbeteiligungsprozess.

Die Stadt Mannheim hat für das Jahr 2011 das Weißbuch I und für 2012 das Weißbuch II vorgelegt. Das dritte Weißbuch schließt den Prozess ab und erschien im Februar 2014.

Ende 2016 erschien das Weißbuch IV. Dieses Weißbuch zieht eine Zwischenbilanz nach fünf Jahren Konversion. Es ist auch der Abschluss der Arbeit der Geschäftsstelle Konversion, welche Ende 2016 geschlossen wurde.