Konversion

Blue City Mannheim und Ingenieursmeile

Blue City Mannheim ist die Strategie zur innovativen, technologieunterstützten und nachhaltigen Entwicklung Mannheims. Ausgehend von den Planungen für die Konversionsflächen werden Maßnahmen für ein leiseres, emissionsärmeres, grüneres und zukunftsorientiertes Mannheim in Gang gesetzt.

blue_village_franklin

Die Besonderheit im Vergleich zu vielen anderen Konzepten, die sich mit integrierter Quartiersentwicklung unter Energieeffizienzgesichtspunkten und smarten Lösungen für Energie-, Wärme- und Kälteversorgung beschäftigen, liegt in Mannheim darin, sämtliche Mobilitätsaspekte (insbesondere E-Mobilität) konsequent mit in das Konzept einzufügen. Die Planungsgemeinschaft ebök/ifeu hat Ende Oktober 2013 ihre Arbeit aufgenommen. Die Studie wird unter Einbindung von Bürgerschaft und Wirtschaft in dem Prozess bearbeitet. Ziel des integrierten Quartierskonzeptes blue_village_franklin ist es, das Quartier Benjamin Franklin Village zu einem Modellquartier für Energieeffizienz, Smart Grids und nachhaltiger Mobilität, insbesondere Elektromobilität, zu entwickeln.

Ingenieursmeile

Insbesondere entlang der B 38 bietet sich die Möglichkeit, die verschiedenen Konversionsflächen mit entsprechenden gewerblichen Impulsen zu versehen. So konnten auf den beiden Konversionsflächen Turley Barracks und Taylor Barracks erste entsprechende Ansiedlungserfolge erzielt werden: Einrichtung der Bombardier-Teststrecke für induktives Laden (Primove) auf der Taylor-Konversionsfläche, mit Betriebsverlagerungen verbundene Erweiterungen von Betrieben, zudem wird ein Logistikdienstleister im Auftrag eines großen Mannheimer Produktionsbetriebs den Lieferverkehr von einem „multi user center“ auf den Taylor Barracks zum Produktionsbetrieb in der Innenstadt mit Elektro-LKW abwickeln, mit einem Paketdienstleister steht man in Ansiedlungsgesprächen, um von dort die Endkundenbelieferung zukünftig mit E-Fahrzeugen abzuwickeln.

Green Logistik

Die Projektidee besteht darin, die zuliefernden Groß-LKW außerhalb der besonders hoch verdichteten Innenstadtlagen und damit auch noch vor den Werkstoren der Produktionsbetriebe in einen verkehrsgünstig und zentral gelegenen Logistik-Hub umzuleiten. Dort wird das Triebfahrzeug ausgetauscht durch ein alternativ angetriebenes Triebfahrzeug (z.B. Hybrid- oder E-LKW). Der Weitertransport in die Stadt zu den Produktionsbetrieben mit dem alternativ/elektromobil angetriebenen LKW erfolgt CO 2-neutral, lärm- und feinstaubarm und damit praktisch emissionsfrei. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, die IHK Rhein-Neckar und der Fachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung haben gemeinsam daher die Machbarkeitsstudie „Elektrische Schwerlastlogistik im urbanen Raum – Anwendungsfall Stadt Mannheim“ in Auftrag gegeben.